GemeindebriefBlog
Tipps, Tricks und Hilfestellungen rund um die Gestaltung Ihres Gemeindebriefs
Bildauslegung zur Jahreslosung 2027
Autorin: Künstlerin Petra Krzeminski

Als gläubige Menschen wissen wir: Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir mit unseren natürlichen Augen sehen und mit unseren Sinnen wahrnehmen können. Die Bibel erzählt an vielen Stellen von Engeln. Auch sie sind Geschöpfe Gottes und werden als „dienstbare Geister“ beschrieben. Sie wirken in der unsichtbaren Welt und werden von Gott gesandt, um Menschen beizustehen, sie zu beschützen, zu ermutigen und ihnen zu dienen (Hebräer 1,14). Manchmal treten sie sogar sichtbar in unsere Welt ein, um eine Botschaft direkt von Gott zu überbringen. Eine der bekanntesten Geschichten ist sicherlich die Begegnung des Engels Gabriel mit Maria. Er kommt zu ihr und kündigt ihr die Geburt Jesu an (Lukas 1,26-38).
Auffällig ist, wie häufig solche Begegnungen mit den Worten beginnen:
„Fürchte dich nicht!“
Und genau hier sind wir schon bei der Jahreslosung 2027. Auch sie beginnt mit genau diesen Worten. Ob der Prophet in dieser Situation eine Engelsbegegnung hatte, wird uns nicht ausdrücklich berichtet. Aber eines wird deutlich: Es war und ist eine starke Botschaft Gottes – direkt aus seinem Herzen.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott auch uns seine Nähe schenkt und uns Hilfe zur Seite stellt – manchmal auf eine Weise, die wir gar nicht unmittelbar erkennen. Vielleicht durch einen Menschen, einen Gedanken, eine unerwartete Begegnung oder, wie die Bibel es beschreibt, durch einen Engel.
Die unsichtbare Welt stelle ich mir ganz anders vor als das, was wir hier und jetzt mit unseren Augen wahrnehmen können. Dort gibt es keinen Tod, keine Angst und keinen Zerfall. Deshalb stelle ich mir den Himmel herrlich, bunt, leuchtend und kraftvoll vor. Ein wenig von dieser Herrlichkeit möchte mein Motiv sichtbar machen. Der Engel erscheint als weiße Lichtgestalt, umgeben von Glanz und leuchtenden Farben. Farben, die Seele und Geist berühren, aufrichten und Hoffnung schenken. Gleichzeitig strahlt das Bild etwas von der Souveränität Gottes und zugleich eine große Leichtigkeit aus.
Die ornamentartigen Muster links neben dem Engel stehen für das übernatürliche Reden Gottes. Sie sollen noch einmal besonders betonen: Wir haben es mit einem Gott zu tun, der aus einem unendlichen Reichtum heraus immer wieder neue Möglichkeiten findet, uns zu begegnen und zu unserem Herzen zu sprechen.
Wo Hoffnungslosigkeit herrscht, ist Gott noch lange nicht am Ende.
Wo wir nicht wissen, wie es weitergehen soll, kann er uns neue Ideen schenken und uns einen Weg zeigen.
Wo wir niedergedrückt sind, kann uns plötzlich ein Gedanke erreichen, der uns förmlich aus dem Nichts zufliegt – und uns wieder aufrichtet.
Und ich bin fest überzeugt, eine seiner wichtigsten Botschaften an uns lautet:
„Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir. Habe keine Angst, denn ich bin dein Gott!“
Jesaja 41,10
Eine kleine geistliche Übung
Vielleicht möchten Sie jetzt für einen Moment die Augen schließen.
Atmen Sie tief durch und versuchen Sie, innerlich ganz zur Ruhe zu kommen. Nähern Sie sich Gott in Gedanken und sagen Sie ihm alles, was Sie tief in Ihrem Inneren beschäftigt, bedrückt oder beunruhigt. Stellen Sie sich vor, dass Gott jetzt zuhört.
Und das tut er.
Stellen Sie sich vor, dass er genau jetzt einen Engel an Ihre Seite stellt – so wie er Elia einen Engel geschickt hat, um ihn aufzurichten und ihm neue Kraft zu geben (1. Könige 19,1-9).
Sie dürfen Gott jetzt auch für all die kleinen und großen Wunder in Ihrem Leben danken. Für das, was vielleicht selbstverständlich geworden ist. Für Menschen, die Ihnen guttun. Für Bewahrung, Hilfe und offene Türen. Für all das, was Sie vielleicht erst im Rückblick als seine Führung erkennen.
Denn Dankbarkeit ehrt Gott – und sie kann auch unseren eigenen Blick verändern. Sie hebt unseren Glauben und unsere Hoffnung und richtet unseren Blick wieder auf den, der größer ist als unsere Sorgen.
Wenn Sie möchten, nehmen Sie anschließend noch ein paar tiefe, ruhige Atemzüge.
Verweilen Sie ganz entspannt einen weiteren Moment in Gottes heilsamer Gegenwart.
Und wenn Sie soweit sind, öffnen Sie langsam wieder Ihre Augen.
Nehmen Sie diese Gewissheit mit in Ihren Tag:
Er ist bei mir.
Er ist ein mächtiger Gott.
Ihm ist nichts unmöglich.
Wenn Sie den Hinweis „Quelle: GemeindebriefDruckerei.de“ im Impressum oder am Text angeben, dürfen Sie diesen Text für kirchliche Zwecke zum Abdrucken in Ihrem Gemeindebrief, auf der Internetseite und in allen weiteren Medien ihrer Kirchengemeinde kostenlos und ohne Einschränkung verwenden.
Aktuell: Jahreslosung 2027 – Texte, Motiv und Postkarte
- Jahreslosung 2027: „Fürchte dich nicht“ (Jesaja 41,10) – was der Vers bedeutet und wer ihn ausgewählt hat
- Meditation zur Jahreslosung 2027 – Ängste benennen und Gottes Zusage danebenlegen, von Helge Dittmer
- Motiv Jahreslosung 2027 mit Bibelvers – kostenlos herunterladen
- Motiv Jahreslosung 2027 ohne Text – kostenlos herunterladen
- Jahreslosung 2027 als Postkarte bestellen (0,50 € / Stück)
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Bild-Meditation zur Jahreslosung 2027
Autor: Pastor Helge Dittmer
Gott sagt:
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir;
hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
(Jesaja 41, Vers 10)
Wovor fürchtest du dich?
Was macht dir Angst?
Was lässt dich sorgenvoll in die Zukunft schauen?
Welche Gefahren bedrohen dein Leben, dein Glück?
Du kannst diese Fragen persönlich nehmen.
Du kannst sie aber auch in einen größeren Zusammenhang stellen.
Du bist ja nicht allein auf dieser Welt:
- Da ist deine Familie
– Eltern, Geschwister, dein Lieblingsmensch, Kinder, Enkel. - Da sind deine Freunde.
- Da sind die Menschen, mit denen du lebst –
in deinem Land, in deinem Ort, in deiner Gemeinde, am Arbeitsplatz. - Da sind die Menschen, die du liebst
und mit denen du unterwegs bist durch diese Zeit und Welt.
Wovor fürchtest du dich, wenn du an sie denkst?
Was macht dir Angst?
Was lässt dich sorgenvoll in die Zukunft schauen?
Welche Gefahren bedrohen euer Leben, euer Glück?
Vielleicht hast du auf diese Fragen sofort viele Antworten –
so real, so bedrückend, so schwer und groß
sind deine Sorgen, deine Ängste, deine Furcht, gerade jetzt.
Du bist damit nicht allein.
Vielleicht fällt es dir aber auch schwer, über solche Fragen nachzudenken –
weil es dir gerade richtig gut geht;
weil du momentan sorgen- und angstfrei lebst, mutig und getrost.
Wie gut, wenn das gerade so ist.
Das ist ein Geschenk.
Wie immer es auch sei:
Es ist in jedem Fall sinnvoll, sich diesen Fragen zu stellen.
Es ist hilfreich, Furcht und Ängste,
Sorgen und Gefahren zu benennen.
Sie können so schnell über uns hereinbrechen.
Und sie tun es ja auch immer wieder. Leider.
Wenn wir unsere Furcht und Ängste,
Sorgen und Gefahren in Worte fassen –
in Stich-Worte, in Schlag-Worte,
weil sie uns erschlagen, zusetzen, Schmerzen bereiten.
Dann ist das der erste Schritt,
sich ihnen zu stellen.
Mir war dabei die Aquarellmalerei zur Jahreslosung 2027
von Petra Krzeminski eine Hilfe –
auf eine ganz besondere Weise:
Ich habe das Bild kurzerhand auf meinen Rechner geladen.
Und nach ein paar Klicks in meinem Fotoprogramm
war es nicht mehr farbig, sondern schwarz-weiß,
in 256 Graustufen.

Jetzt fiel es mir leichter, mich den Fragen zu stellen:
Wovor fürchte ich mich?
Was macht mir Angst?
Was lässt mich sorgenvoll in die Zukunft schauen?
Welche Gefahren bedrohen mein Leben, mein Glück –
und das, der Menschen an meiner Seite?
Plötzlich bekam die Dunkelheit ein Gesicht.
Mit einem Mal konnte ich all die unterschiedlichen
Engel der Finsternis benennen.
Die Fratzen, die mich angrinsen.
Die Wellen, die über mich hereinbrechen.
Der dunkle Nebel, der mich verschluckt.
Sie bekamen Namen.
Ein Wort nach dem anderen
konnte ich neben und in das Bild schreiben.
Es war wie ein stummes Gebet,
ein geschriebener und gemalter Schrei nach Hilfe.
Es entstand eine Stich- und Schlag-Wort-Klage,
mit der ich all das vor Gott
sichtbar, lesbar, hörbar gemacht habe:
Wovor ich mich fürchte.
Was mir Angst und Sorgen macht.
Und welche Gefahren mich schrecken.
Vielleicht versuchst du es ruhig auch einmal?! Es lohnt.
Und dann,
wenn der Fluss deiner Worte und Gedanken versiegt.
Dann leg die farbige Original-Version des Bildes mit der Losung daneben:
Leg Gottes Wort neben deine Worte.
Leg seine Antwort auf
deine Furcht, deine Angst, deine Sorgen, deine Schrecken
neben dein dunkles Klage-Gebets-Bild.
Lies dir Gottes Wort laut vor – und höre.
Schau hin, was Du siehst – und staune.
Gott sagt:


Gott zieht der Furcht und der Angst den Stecker,
vom einen auf den anderen Augenblick.
Gott knipst das Licht an und die Finsternis weicht.
Sein Wort legt den Schalter um.
Gott bringt ein Stück Himmel auf die Erde.
Er setzt seine Farben gegen unser dunkles Schwarz-Weiß.
Gott trägt seine beflügelnde Liebe dorthin,
wo Hass und Leid und Not
uns den Atem rauben und niederdrücken.
Es sind vier Sätze, die bringen, was sie sagen.
Es sind vier Zusagen, die Wirklichkeit schaffen,
in dem Augenblick, in dem sie ausgesprochen werden:
Fürchte dich nicht.
Hab keine Angst.
Dein Herz werde ruhig und still.
Ich bin mit dir.
An mir kommt keiner vorbei.
Du bist sicher. Fest versprochen.
Ich bin dein Gott.
Dein Leben und dein Glück,
euer Leben, euer Glück,
sie werden von mir geschützt,
komme, was wolle.
Gott steht selbst dafür ein:
Er tritt in Jesus höchstpersönlich an unsere Seite.
Wir sehen ihn, ganz vorne im Bild, vor allem anderen.
Weniger geht nicht. Mehr auch nicht.
Gott bringt dabei immer auch seine Engel mit:
Er setzt alles ein, was er hat – für uns.
Auch das kann die Figur im Vordergrund ausdrücken.
Und sie zeigt zugleich auch jede(n) von uns,
dich und mich:
Wir müssen nicht im Dunkel liegen.
Wir dürfen im Licht stehen,
umgeben von der Weite des Himmels,
geborgen in Gottes Liebe,
die Farben seines Bogens in den Wolken reflektierend,
beflügelt durch sein Wort.
Die Furcht und die Angst, die Sorgen und der Schrecken,
das Dunkel von Versagen, Schuld, Krankheit und Tod –
all das hat am Ende keine Chance,
wenn wir uns damit in Gottes Arme fliehen.
Fürchte dich nicht.
Hab keine Angst.
Ich bin mit dir.
Ich bin dein Gott.
Fürchtet euch nicht.
Habt keine Angst.
Ich bin mit euch.
Ich bin euer Gott.
Das Bild ist ein Mitnehm-Bild –
am besten in beiden Fassungen.
Denn das Wort von Gott
ist ein Mitnehm-Wort –
für jeden Tag,
fürs ganze Jahr und Leben,
für Zeit und Ewigkeit.
Gott will seine heilvollen Worte
immer wieder neu
gegen unsere Stich- und Schlag-Worte setzen.
Gott will die dunklen, schreckenden Fluten und Nebel,
all unserer Furcht und Angst und Sorgen,
immer wieder neu in ihre Schranken weisen.
Und wir dürfen dankbar erfahren:
Gottes machtvolle Worte verändern unsere Wirklichkeit.
Wo Gott spricht,
da wird Dunkles hell(er),
und Schweres leicht(er).
Langsam manchmal, aber es geschieht.
Wo Gott spricht,
da kommt wieder Farbe in unser Leben,
wie trostlos grau es bis eben auch ausgesehen haben mag.
So viel ist sicher.
Verlassen wir uns nur darauf.
Gott sagt:
Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir;
hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
(Jesaja 41, Vers 10)
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Aktuell: Jahreslosung 2027 – Texte, Motiv und Postkarte
- Jahreslosung 2027: „Fürchte dich nicht“ (Jesaja 41,10) – was der Vers bedeutet und wer ihn ausgewählt hat
- Bildauslegung zur Jahreslosung 2027 – die Künstlerin erklärt ihr Motiv
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